(Niederschrift des damaligen amtierenden Lehrers)


“Am 12. Juni 1877 wurde unser Ort von einem schweren Gewitter, verbunden mit Hagel, heimgesucht. Die Hagelkörner waren so dick wie Hühner-, zum Teil wie Gänseeier. Das Getreide wurde zum großen Teil vernichtet. Am 24. Juli 1877 wurde unser Ort abermals von einem furchtbaren Gewitter mit Hagel und Sturm getroffen. Der Sturm war so heftig, dass Eichenbäume von zwei bis zweieinhalb Fuß ¹) Durchmesser abgebrochen und ganze Forstflächen umgerissen wurden. Zwei Schafställe, Heinrich Meyer und Wilhelm Hiestermann gehörend, wurden umgeworfen. In Meyers Schafstall kamen etwa 20 Schafe zu Tode. Siekmanns Schafstall wurde zum Teil vom Fundament herabgesetzt. Die Sommerfrüchte wurden total vernichtet“.


Auch von einem großen Brande ist unser Ort betroffen worden. Im Winter 1898 brannte nämlich das Wohnhaus des Sattelhofbesitzers Heinrich Meyer total nieder. Die Bewohner konnten nur ihr Leben retten. Die Knechte mussten sogar ihren Weg durchs Fenster nehmen. Bei diesem Brand wurden auch alle Gemeinde-unterlagen vernichtet.


An der Stelle des alten Hauses wurde ein neues Wohnhaus erbaut. Auch das gesamte Anwesen des Hofbesitzers Penzhorn im benachbarten Misselhorn brannte mit den Nebengebäude total nieder, und wurde wieder neu aufgebaut.