in den 20ziger Jahren entstand im Dorf ein -Kolonialwaren-Laden, wie es damals hieß. Das Geschäft wurde von Anna Siekmann (Peetz Mutter) begründet, sie führte es bis ins hohe Alter. In diesem Laden, der aus einem Raum bestand, bekam man, außer Textilien, alles was zum täglichen Leben gehörte; angefangen bei Lebensmitteln und Süßigkeiten, über Eimer, Nägel, bis zu Holzpantoffeln. Man konnte hier nach Ladenschluss auch noch seine Einkäufe erledigen, wenn man „hintenrum“ ging. Der laden befand sich an der Ecke „ Weesener Straße – zum Wasserfeld“ , gegenüber dem Schulgebäude. Da es in Weesen kein Gasthaus gab, trafen sich hier auch gern die Männer auf ein Bier in der Küche oder auf der Bank im Hof. Später wurde das Geschäft von ihrer Tochter Friedeburg Golla nur noch für einige Jahre weitergeführt, denn nachdem sich in Hermannsburg der erste Supermarkt angesiedelt hatte und fast in jedem Haushalt ein Auto vorhanden war, lohnte sich das kleine Geschäft nicht mehr. Da in dem Supermarkt die Waren durch den Großeinkauf preiswerter und vielfältiger angeboten werden konnten, wurde der kleine Weesener Laden 1978 geschlossen.

