die Eisenbahn wird von Celle nach Lüneburg gebaut,
und der neue Gemeindebezirk Siedenholz soll am 26. April 1951 gegründet werden.
Seit 1849 wurde der Wunsch der Königlichen Landdrodtei in Lüneburg größer, die bisher keinem Gemeindeverband eingegliederten Staatsländereien:
- die Försterei Siedenholz
- die Försterei Queloh unddas erworbene
- Gut Schafstall
- die ehemalige Poststation Schafstall unmittelbar neben Siedenholz, „welches als Domaine eingeht und mit Ausnahme weniger Ackerländereinen zu dem Forsten geschlagen, auch der Sitz einer zweiten Revierförsterei mit neu errichteten Gebäuden werden wird,“ferner die Forstreviere:
- Bätzloh
- Breitenhorn
- Süll
- Stüdloh
- Hassel
- Severloh
- Winser Fuhren
- Rehwinkeler Sunder
zu einem eigenen Gemeindebezirk „Siedenholz“ zusammenzufassen, der erstens groß genug und zweitens im Ökonomischen Sinne lebensfähig erschien. zu einem eigenen Gemeindebezirk „Siedenholz“ zusammenzufassen, der erstens groß genug und zweitens im Ökonomischen Sinne lebensfähig erschien.
Bei der Namensgebung der neuen Gemeinde sollte das gleichnamige Forstreviere Siedenholz Pate sein. Bis dahin wurde die oben erwähnte Förstereien und die unbewohnten Forstreviere direkt über den Forstfiskus in Hannover verwaltet, wobei die Regierung in Lüneburg – oben die Königlich Hannoversche Landdrostei – wenig Einflußmöglickeiten hatte. Wegen der Bedeutung der staatlichen Waldbesitzungen – so jedenfalls die offizielle Begründung der Landdrostei in Lüneburg – schien aus ihrer Sicht die Bildung eines neuen Gemeindebezirk wünschenswert.
Das Forstrevier Siedenholz war nachweislich schon 1679 mit einem Försterhaus versehen. Es war auch bis 1850 die einzige Revierförster-stelle der Gegend, so das es bei der Namensfrage der neu zu gründeten Gemeinde, die zunächst nur Förstereien umfassen sollte, außer Frage stand dass die neue Gemeinde nur „Siedenholz“ heißen Konnte.
Die Landdrostei wollte auch die beiden ehemals privaten Höfe Miele und Rehwinkel, die die Königlichen Domänenkammer gekauft und mit jeweils einer Försterei belegt hatte, dem neu zu bildenden Gemeindeverband zuschlagen.
Miele und Rehwinkel gehörten jedoch zu dieser Zeit bereits zur Gemeinde Weesen, hätten also aus diesem Gemeindeverband ausscheiden müssen, was gegen den Willen der Gemeinde Weesen schlecht möglich war.
Die Gemeinde Weesen mit ihrem Gemeinde-geschworenen Thies zeigte sich nun den Wünschen der Landdrostei durchaus nicht wohlgesonnen gegenüber, sondern lehnte eine Ausgliederung der beiden Förstereien aus dem Gemeindegebiet entschieden ab. Sie fürchteten nämlich, dass sich die anteiligen Armenlasten für die in der Gemeinde verbleibenden Gemeindemitglieder um eben den Teil vergrößern würden, den die beiden Förstereien vorher in die Gemeindekasse einzahlten. Und da die Förster als Staatsbedienstete der Gemeinde grundsätzlich wegen ihrer Versorgungsansprüche nie zur Last fallen könnten, waren sie in jeder Gemeinde gern gesehene Beitragszahler.
